Reha-Info 04/2026
- Editorial „Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.“ Diese ebenso kluge wie unbefriedigende Aussage Albert Einsteins konstatiert Zeit als etwas Neutrales. Eine Stunde hat 60 Minuten, ein Tag 24 Stunden, eine Woche sieben Tage. Auf dem Papier scheint das für alle Menschen gleich zu sein.
Doch Zeit ist weit mehr als Stunden und Minuten. (...) - Zeit ist nie für alle gleich Was für andere selbstverständlich erscheint, kann mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden sein. Der Weg zur Arbeit dauert länger, weil Barrieren im öffentlichen Raum Zeit kosten. Arzttermine, Therapien, Assistenzplanung oder (...)
- Zeit für Entwicklung Unsere Arbeitswelt verändert sich gerade in einem Tempo, das vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war. Neue Technologien, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz – vieles wird schneller, effizienter, messbarer. Zeit wird dabei zur knappen Ressource. (...)
- Selbstbestimmung statt starrer Zeitpläne Von der Hilfeplanung bis zur Freizeitgestaltung – für Menschen mit Behinderung ist Selbstbestimmung oft eine Frage der Organisation. Das trägerübergreifende Persönliche Budget bietet eine Alternative zu starren Versorgungsstrukturen und eröffnet neue Freiräume im Alltag. (...)
- Gemeinsame Zeit ist kostbar Zeit besitzt für die Teilhabe von Eltern mit Behinderungen eine mehrdimensionale Bedeutung, sowohl in Bezug auf das Erleben selbstbestimmter Elternschaft als auch den Zugang zu einer bedarfsgerechten Unterstützung. (...)
- „Wenn andere das schaffen, kann ich das vielleicht auch.“ Warum sind Freizeit und Auszeit so wichtig? Und warum ist es wichtig, sie selbstbestimmt gestalten zu können? Freizeit ist kein „Nice-to-have“, sie ist Erholung, Teilhabe und Identität. In meiner Beratung erlebe ich immer wieder: (...)
- Zwischen Personenzentrierung und Verwaltungsrealität Zeit ist einer der zentralen Faktoren in der Beratungstätigkeit der Eingliederungshilfe für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Sie ermöglicht den Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung, schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für die Entwicklung (...)
- Zur Vereinbarkeit von Beruf und häuslicher Pflege Sich berufstätig um kranke Angehörige zu kümmern oder sie zu pflegen, verursacht Mehrbelastung. Das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) unterstützen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei, Beruf und häusliche Pflege von Angehörigen zu vereinbaren. (…)
- Recht: Kein Entschädigungsanspruch einer blinden Patientin nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wegen verweigerter Aufnahme in eine Reha-Klinik Die 69‑jährige blinde Klägerin sollte nach einer OP eine Anschlussheilbehandlung (AHB) in der Reha- Klinik der Beklagten antreten. Nach vorherigem telefonischem Austausch (…)
