FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen

I. Allgemeine Fragen zum Teilhabeverfahrensbericht

1. Welche Berichtszeiten gelten für den Teilhabeverfahrensbericht?

Die Daten für den Teilhabeverfahrensbericht werden pro Kalenderjahr (01.01. bis 31.12.) erfasst und im jeweils darauffolgenden Jahr veröffentlicht. Die jährliche Datenerfassung läuft dabei kontinuierlich weiter.

2. Müssen Anträge aus dem Vorjahr nacherfasst werden?

Nein. Es sind nur Anträge aus dem laufenden Kalenderjahr zu erfassen.

Beispiel: Für die vollumfängliche Berichtspflicht seit 01.01.2019 sind keine offenen Anträge oder Sachverhalte zu Bestandsfällen aus dem Jahr 2018 nach zu erfassen.

3. Müssen Weiterbewilligungen als eigene Anträge erfasst werden?

Weiterbewilligungen im Sinne von Weiterleistungen sind nur dann als eigene Anträge zu erfassen, wenn im Rahmen der Weiterbewilligung  über zusätzliche Leistungsgruppen nach § 5 SGB IX entschieden wird.

Beispiele: Ein Antrag zur Verlängerung der medizinischen Rehabilitation von 21 auf 28 Tagen muss nicht erfasst werden.

Wird im Rahmen einer Weiterbewilligung über die Erhöhung der Stundenanzahl einer bereits bewilligten Schulbegleitung entschieden, betrifft dies die gleiche Leistungsgruppe und muss nicht erfasst werden.

Wird neben der Erhöhung der Stundenanzahl einer bereits bewilligten Schulbegleitung zusätzlich über eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme entschieden, handelt es sich um eine weitere Leistungsgruppe und muss erfasst werden.

4. Innerhalb welcher Frist zählen mehrere Anträge als Gesamtantrag?

Anträge, die innerhalb von 14 Tagen gestellt werden, sind als ein Gesamtantrag zu werten. Wenn ein Antrag am Tag X und ein weiterer Antrag am Tag X+13 eingeht, verbleibt ein Tag, um über die Zuständigkeit für den zweiten Antrag zu entscheiden (vgl. GE Reha-Prozess).

5. Wie sind mehr als eine auf einmal beantragte Leistung zur Teilhabe zu erfassen?

Werden mehrere Leistungen zur Teilhabe gleichzeitig beantragt, sind diese als ein Gesamtantrag zu erfassen.

6. Welche Möglichkeiten der Datenerfassung gibt es für Reha-Träger, die über kein bestehendes Fachverfahren verfügen?

Für Reha-Träger, die über kein bestehendes Fachverfahren verfügen, über welches die Datenerfassung für den Teilhabeverfahrensbericht erfolgen kann, hat die BAR einen externen Dienstleister mit der Entwicklung eines Erfassungstools beauftragt. Dieses Erfassungstool nennt sich „TET“ (THVB-ErfassungsTool). Die Installationsdatei zu TET kann über den geschützten Bereich unter www.thvb.de kostenfrei abgerufen werden.

II. Allgemeine Fragen zur Datenübermittlung

1. In welchem Datenformat werden die Daten übermittelt?

Die Daten werden in einem .xml-Format an die BAR übermittelt. Dieses Verfahren ist an die DESTATIS-Datenlieferung des Statistischen Bundesamtes angelehnt (vgl. technische Datensatzbeschreibung).

2. Bis wann müssen die Daten übermittelt werden?

Die Daten des Berichtsjahres sind jeweils bis zum 30. April des Folgejahres zu übermitteln.

Beispiel: Für den Berichtszeitraum vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 sind die Daten bis zum 30.04.2020 an die BAR zu übermitteln.

III. Fragen zu den 16 Sachverhalten nach § 41 Abs. 1 SGB IX

Sachverhalt 1: Wie werden unterhaltssichernde Leistungen und andere ergänzende Leistungen nach § 5 (3) SGB IX erfasst?

Leistungen aus der Gruppe der unterhaltssichernden und anderen ergänzenden Leistungen sind für den Teilhabeverfahrensbericht nicht zu erfassen. Für den Teilhabeverfahrensbericht werden nur Leistungen aus den Leistungsgruppen medizinische Reha, Teilhabe an Bildung, Teilhabe am Arbeitsleben und soziale Teilhabe erfasst (im Sinne von § 5 Nr. 1, 2, 4 und 5 SGB IX).

Sachverhalt 9: Wie werden Adressänderungen des Antragstellers beim Teilhabeplan gezählt?

Adressänderungen des Antragsstellers werden als Anpassung des Teilhabeplans gezählt.

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