Geschäftsbericht 2025
Im Mittelpunkt der Arbeit der BAR steht ein Ziel: Menschen mit Reha- oder Teilhabebedarf bestmöglich zu unterstützen – mit Strukturen, die sich an den Menschen orientieren, nicht umgekehrt. Getragen wird die BAR von ihren Mitgliedern – ihren Perspektiven, ihrer fachlichen Expertise und ihren praktischen Erfahrungen. Die BAR-Aufgaben greifen systematisch ineinander: Auf der Basis von Zahlen, Daten und Auswertungen werden Entwicklungen sichtbar gemacht, Informationsangebote und Praxishilfen gezielt ausgerichtet und die Zusammenarbeit der Träger wirksam koordiniert.
Neue Anforderungen verlangen klare Antworten – und den Mut, Bewährtes weiterzuentwickeln. Das gilt in besonderem Maße für das System der Rehabilitation und Teilhabe, das sich in einem Spannungsfeld aus steigenden Erwartungen, begrenzten Ressourcen und tiefgreifenden strukturellen Veränderungen bewegt. Aktuelle empirische Analysen, unter anderem aus der Deutschen Rentenversicherung, zeigen dabei deutlich: Rehabilitation wirkt – für die Menschen ebenso wie für das System insgesamt. Diese Erkenntnis ist Bestätigung und Auftrag zugleich, die bestehenden Strukturen konsequent weiterzuentwickeln.
Auf politischer Ebene prägen derzeit Initiativen zur Modernisierung, Digitalisierung und zur Weiterentwicklung des Sozialstaats die Diskussion. Im Zentrum steht dabei zunehmend die Frage, wie Leistungen wirksamer, zugänglicher und vor allem durchgängiger gestaltet werden können. Hier zeigt sich: Ein koordiniertes Zusammenwirken aller Akteure ist keine Option, sondern Voraussetzung für mehr Wirkung.
Die BAR nimmt in diesem Prozess weiterhin eine zentrale Rolle ein. Mit dem Gemeinsamen Grundantrag für Reha- und Teilhabeleistungen liegt ein wesentliches Ergebnis trägerübergreifender Zusammenarbeit vor, das eindrucksvoll belegt, dass Vereinfachung und Personenzentrierung im komplexen System möglich sind. Nach erfolgreicher Erprobung und positiver fachlicher Bewertung steht nun die Umsetzung in die Praxis im Fokus. Ein klar beschriebenes Implementierungskonzept sowie die Unterstützung auf Bundesebene schaffen hierfür die notwendigen Voraussetzungen.
Gleichzeitig zeigen fachliche Diskussionen – etwa im Kontext der Gemeinsamen Empfehlung Reha-Prozess und des Antragsbegriffs –, dass der Weg zu einer durchgängig bürgernahen und zugleich praktikablen Umsetzung noch nicht abgeschlossen ist. Der konstruktive Austausch zwischen den Trägern macht bestehende Spannungsfelder sichtbar, eröffnet aber zugleich Perspektiven für tragfähige Lösungen. Dass gemeinsames Handeln konkrete Fortschritte ermöglicht, belegen auch praxisnahe Projekte wie die Weiterentwicklung der Versorgung von Menschen mit schweren Mehrfachverletzungen. Hier wird deutlich, wie aus fachlichem Diskurs, sektorenübergreifender Zusammenarbeit und konsequenter Umsetzung greifbare Verbesserungen entstehen.
Eine zentrale Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung des Systems bleibt der Teilhabeverfahrensbericht. Seine Bedeutung wächst weiter – nicht nur auf Bundesebene, sondern zunehmend auch in den Ländern. Neben quantitativen Kennzahlen rücken dabei verstärkt qualitative Fragestellungen in den Fokus, um ein umfassenderes Bild der tatsächlichen Versorgungssituation zu gewinnen.
Die Vielfalt der Themen und Entwicklungen zeigt: Das System der Rehabilitation und Teilhabe ist in Bewegung. Die BAR bleibt hierfür eine verlässliche Plattform – für Austausch, Koordination und die Entwicklung tragfähiger Lösungen im Sinne der Menschen, um die es geht.
Das zeigt einmal mehr auch der Geschäftsbericht 2025.
Weitere Berichte zum Herunterladen:
Geschäftsbericht 2024
Geschäftsbericht 2023

