Am 9. Juni 2011 haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank im Auftrag der „World Health Assembly“, dem höchsten Entscheidungsorgan der WHO, den ersten Weltbehindertenbericht herausgegeben. An der Entstehung des Weltbehindertenberichtes waren Menschen aus 74 Ländern, darunter zahlreiche Verbände behinderter Menschen und Nichtregierungsorganisationen einschließlich Rehabilitation International (RI) beteiligt.
Der Weltbehindertenbericht präsentiert die erste globale und umfassende Zahlenbasis zur sozialen Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben. Nach Schätzungen der WHO leben weltweit momentan ca. 15% aller Menschen mit einer Behinderung. Im Weltbehindertenbericht wird von einem Anstieg in den nächsten Jahren ausgegangen. Gründe hierfür sind u.a. eine zunehmende Alterung der Gesellschaft, schädliche Umwelteinflüsse, Verkehrsunfälle und kriegerische Auseinandersetzungen.
Der Weltbehindertenbericht gibt umfassende Informationen zur weltweiten Situation behinderter Menschen und enthält u.a. Kapitel zur Gesundheit, Rehabilitation, Bildung und Beschäftigung. Kritisch wird im Bericht angemerkt, dass Menschen mit Behinderungen häufiger von Armut bedroht sind als Menschen ohne Behinderung. Hinzu kommt oft eine unzureichende Gesundheitsversorgung, Diskriminierung und ein schlechtere Zugang zu Bildungschancen und wirtschaftliche Möglichkeiten. Der Weltbehindertenbericht macht deutlich, dass durch Rehabilitation, besserer Zugang zu Informationen und die Beseitigung von umweltbezogenen Barrieren, mehr Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben insgesamt partizipieren könnten. Die WHO fordert am Ende des Weltbehindertenberichtes die Staaten dazu auf, Menschen mit Behinderungen ein Leben ohne Diskriminierungen zu ermöglichen.
<link http: www.who.int disabilities en _blank>Weltbehindertenbericht (WHO)
<link file:3360 download in>Weltbehindertenbericht (deutsch)
