Optimierung von Effektivität und Effizienz in der Rehabilitation

Auftakt: Projekt „Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit“ (2007-2009)

Die Beachtung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Erbringung von Leistungen zur Teilhabe ist gesetzlicher Auftrag der Rehabilitationsträger. Satzungsgemäß ist es auch Aufgabe der BAR, auf effektive und effiziente Leistungserbringung hinzuwirken, sowie auf eine Erbringung nach gleichen Grundsätzen und zum Wohle der Menschen mit Behinderung. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen von Rehabilitation haben diese Aufgaben eine hohe Bedeutung.

Die BAR hatte dies bereits im letzten Jahrzehnt erkannt und sich auf Beschluss des Vorstandes bereits seit Ende 2007 der Thematik angenommen. Den Auftakt bildete das Ende 2009 abgeschlossene Projekt „Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit“ (WuW). In dessen Verlauf wurden erstmals trägerübergreifend grundlegende einschlägige Fragestellungen systematisch aufgegriffen sowie konkrete Ansatzpunkte für mögliche Optimierungen im Rehabilitationsgeschehen aufgezeigt. Den Abschlussbericht finden Sie hier.

Vertiefung im Projekt „Effektivität und Effizienz“ (2010-2012)

Im Projekt WuW konnten vielfältige Ansatzpunkte zur besseren trägerübergreifenden Erschließung möglicher Wirtschaftlichkeitsreserven im Rehabilitationsgeschehen erfasst, aber noch nicht ausreichend vertieft werden, Entsprechend wurde die gemeinsame Arbeit seit Anfang 2010 im Rahmen des Projekts „Effektivität und Effizienz in der Rehabilitation“ (EffEff) fortgesetzt.

Das Projekt EffEff konnte Ende 2012 erfolgreich abgeschlossen werden. Als Ergebnis des umfassenden und intensiven Diskussionsprozesses wurden u. a. folgende Produkte erarbeitet:

  • ein trägerübergreifendes Glossar zu wesentlichen Begrifflichkeiten aus dem Themenbereich Effektivität und Effizienz in der Rehabilitation,
  • eine erweiterte grafische Übersicht über den gesamten Rehabilitationsprozess,
  • eine systematische Aufbereitung von Kriterien, die bei der Identifikation und Abklärung von Rehabilitationsbedarf zu Grunde gelegt werden,

  • eine zusammenführende Analyse von Erfolgsfaktoren für die (frühzeitige) Vernetzung mit und zwischen den Akteuren der Rehabilitation,
  • ein Messkonzept zur Einschätzung der „Beruflichen (Re-)Integration“ als ein wesentliches angestrebtes Rehabilitationsziel,
  • sowie trägerübergreifende Übersichten über

    • bestehende Ansätze und Materialien zur Information der Bürger über Rehabilitation und
    • derzeitige Aktivitäten und Verfahren zur Qualitätssicherung in der Rehabilitation.

Die Kurzfassung des Ergebnisberichtes finden sie hier, die Übersichten zur Verbesserung der Information der Bürger und zur Qualitätssicherung sind hier und hier einsehbar.

Die Projektergebnisse wurden von einer Vielzahl von Experten/-innen erarbeitet, die sich in vier Teilprojekten trägerübergreifend mit konkreten Optimierungsmöglichkeiten in den Bereichen

  1. Grundlagen der Bewertung von Effektivität und Effizienz der Rehabilitation,
  2. Frühzeitige Bedarfserkennung und Vernetzung,
  3. Verbesserung der Information der Bürger über Rehabilitation sowie
  4. Qualitätssicherung

befassten. Während der Projektlaufzeit erfolgten auch ein intensiver gegenseitiger Austausch mit dem Entwicklungsprojekt „RehaFutur“ sowie die gemeinsame Diskussion mit Vertretern des BMAS und der Wissenschaft. Weiterhin fanden zum Teil mehrtägige Workshops statt. Über den Projektverlauf wurde regelmäßig in der Reha-Info berichtet.

Eigenständige Arbeitsgruppen

Ergänzend zu den im Projekt EffEff behandelten Themen wurden insbesondere zwei weitere Themenbereiche als vielversprechend mit Blick auf Optimierungspotential für Effektivität und Effizienz im trägerübergreifenden Rehabilitationsprozess erkannt, jedoch aufgrund der besonderen Komplexität in eigenständigen Arbeitsgruppen bearbeitet. Die Arbeitsgruppe „Schnittstellen“ befasste sich mit der systematischen Untersuchung von Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der trägerübergreifenden Rehabilitation. Entsprechende Sachverhalte wurden eigenständig betrachtet und Lösungsempfehlungen erarbeitet. Auch zum Themenfeld „Datenschutz im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe“ wurde eine eigene Arbeitsgruppe einberufen, die Vorschläge für eine Auswahl besonders relevanter datenschutzrechtlicher Herausforderungen erarbeitet hat."