Teilhabe am Arbeitsleben

Arbeit ist eine Konstante des menschlichen Daseins. In diesem Sinne trägt sie zur Selbstverwirklichung und zur sozialen Integration bei. Aus einem solchen Stellenwert der Arbeit ergibt sich notwendig das Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben als Menschenrecht.

Aber: In den öffentlichen Debatten der letzten Jahre verknüpft sich mit dem Begriff Arbeit eine verstärkte Leistungsorientierung. Weit verbreitet ist die Ansicht, dass die Leistung des Einzelnen in direkter Verbindung zu seiner Position in der Gesellschaft steht. Nach dem Motto: Arbeit muss sich wieder lohnen. Hier stellt sich die Frage, welche Auswirkungen eine solche Sichtweise auf die soziale Positionierung von Menschen hat, die in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Die UN-Behindertenrechtskonvention gibt hier eindeutige Vorgaben. Alle Vertragsstaaten müssen Maßnahmen vorhalten, um das Ziel der vollen Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu erreichen und zu bewahren. Dazu gehört auch das Recht behinderter Menschen auf gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben. Das Recht auf die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen.

Die Sozialleistungsträger verfügen über umfassende Instrumentarien, um Menschen mit Behinderung die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Nur müssen sie adäquat angewendet werden.

Mit der Unterschrift unter die UN-Behindertenrechtskonvention wird das gleiche Recht von Menschen mit Behinderung auf Arbeit auf einem offenen, integrativen und frei wählbaren Arbeitsmarkt anerkannt. Im Sozialgesetzbuch, Neuntes Buch (SGB IX), wird Selbstbestimmung als zentraler Begriff eingeführt.

Die konkrete Ausgestaltung der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erfordert daher die Beteiligung der Menschen mit Behinderung als Gestalter ihrer eigenen, individuellen Lebensplanung.

Aufgabenschwerpunkte der BAR im Themenfeld "Teilhabe am Arbeitsleben"

  • Förderung der Zusammenarbeit der Rehabilitationsträger,
  • Förderung der Zusammenarbeit von Rehabilitationsträgern und Leistungserbringern,
  • Erarbeitung und Aktualisierung von Gemeinsamen Empfehlungen,
  • Erarbeitung von innovativen Rehabilitationskonzepten,
  • Anregung und Begleitung wissenschaftlicher Untersuchungen,
  • Zusammenarbeit mit Fachverbänden und Fachgesellschaften im Bereich der
    Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  • Trägerübergreifende Fortbildungsangebote im Bereich der Leistungen zur
    Teilhabe am Arbeitsleben

» Broschüren zum Thema