Arbeitsentwurf „Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess“

Reha-Prozess mit 7 Phasen

Arbeitsentwurf „Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess“

Durch das Bundesteilhabegesetz gelten seit 2018 neue und verbindlichere Regelungen, wie Reha-Träger zusammen arbeiten müssen. Diese gesetzlichen Vorgaben werden in einer Gemeinsamen Empfehlung „Reha-Prozess“ konkretisiert und ausgestaltet. Wegen der besonderen Bedeutung hat der BAR-Vorstand beschlossen, dass bereits der Arbeitsentwurf dieser trägerübergreifenden Vereinbarung im Januar 2018 bekanntgeben wird.

Als Ergebnis intensiver Fachgruppenarbeit im Jahr 2017 steht der Arbeitsentwurf "Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess" ab sofort zum Download zur Verfügung.

Zu den Inhalten

Mit Inkrafttreten der Neuregelungen des SGB IX zum 1. Januar 2018 sind insbesondere die Regelungen zur Koordinierung der Leistungen (Teil 1, Kapitel 4) sowie zur Bedarfsermittlung (§ 13) Anlass für eine umfassende Überarbeitung der 2014 verabschiedeten Gemeinsamen Empfehlung „Reha-Prozess“.

Im Arbeitsentwurf werden dabei zahlreiche durch das neue SGB IX erforderliche Ergänzungen, Konkretisierungen und Neuerungen der bisherigen Regelungsinhalte vorgenommen. Hierzu zählen unter anderem die „Teilhabeplanung“ sowie die Umsetzung der neuen gesetzlichen Aufgabe der Träger, Grundsätze der Instrumente zur Bedarfsermittlung zu vereinbaren.

Darüber hinaus wird vor allem das bisherige gemeinsame Verständnis der Rehabilitationsträger zum Rehabilitationsprozess mit seinen bisher 5 Phasen auf Wunsch der Rehabilitationsträger ergänzt um die Phasen „Zuständigkeitsklärung“ und „Leistungsentscheidung“. Diese Phasen waren bisher überwiegend in der eigenständigen Gemeinsamen Empfehlung zur Zuständigkeitsklärung geregelt, die in die neue Gemeinsame Empfehlung integriert wird.

Mit dieser Erweiterung werden die in der Praxis eng zusammenhängenden Kernelemente des Rehabilitationsgeschehens auch in der Gemeinsamen Empfehlung zusammengeführt und verknüpft. Das ermöglicht eine in sich geschlossene Nutzung der Gemeinsamen Empfehlung als Basis trägerübergreifender Zusammenarbeit. Die Bündelung hat darüber hinaus auch Synergien geschaffen, um eine möglichst zeitnahe Umsetzung des gesetzlichen Auftrags zu ermöglichen. Im Überblick umfasst der Rehabilitationsprozess nun sieben Phasen, denen jeweils ein Kapitel im Teil 2 „Ausgestaltung des Rehabilitationsprozesses“ gewidmet ist:

  • Kapitel 1   Bedarfserkennung
  • Kapitel 2    Zuständigkeitsklärung
  • Kapitel 3    Bedarfsermittlung und Bedarfsfeststellung
  • Kapitel 4    Teilhabeplanung
  • Kapitel 5     Leistungsentscheidung
  • Kapitel 6     Durchführung von Leistungen zur Teilhabe
  • Kapitel 7     Aktivitäten zum bzw. nach Ende einer Leistung zur                            Teilhabe

Zum weiteren Verfahren

Das gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungs- und Zustimmungsverfahren zur Gemeinsamen Empfehlung einschließlich der Herstellung des Benehmens startet noch im März 2018 und endet mit deren Inkrafttreten.

Über wesentliche Inhalte des Bundesteilhabegesetzes und weitere Aktivitäten im Zuge seiner Umsetzung können Sie sich hier informieren:

https://www.bar-frankfurt.de/rehabilitation-und-teilhabe/bthg/