Selbstverwaltung als wichtiger Partner

Portrait von Dr. Stefan Hoehl, ein dunkelhaariger Herr mit Brille, Anzug und roter Krawatte, ca. Ende vierzig


Was hat die BAR der Selbstverwaltung zu bieten? Wo braucht die BAR die Selbstverwaltung?

„Selbstverwaltung als wichtiger Partner“

Damit Rehabilitation gelingt, reicht es nicht, dass die Rehabilitationsträger - also Kranken-, Renten- Unfall-, Arbeitslosenversicherung und weitere - in ihrem jeweiligen Bereich gut aufgestellt sind, sondern es kommt regelmäßig darauf an, dass die Zusammenarbeit an den Schnittstellen funktioniert. Der Rehabilitationsbedarf muss so früh wie möglich erkannt und z. B. aus einer ambulanten Behandlung oder vom Krankenhaus etwa medizinische Reha bei der Renten- oder Krankenversicherung eingeleitet werden. Oder der Arbeitsplatz muss für die Gesunderhaltung des Arbeitnehmers verändert werden, etwa durch eine Hebehilfe. Die Selbstverwaltungen der Rehabilitationsträger haben den Anspruch, mit den vorhandenen Mitteln so viel wie möglich für die Versicherten zu erreichen und dazu die Strukturen des jeweiligen Trägers entsprechend zu gestalten. Hierbei helfen die Ausarbeitungen der BAR. Deshalb ist für die BAR die Selbstverwaltung ein wichtiger Gesprächspartner, Impulsgeber und Transmissionsriemen in die Reha-Träger.

Was erwarten Betriebe/Arbeitgeber von Reha?

„Reha und Betrieb“

Unternehmen haben ein großes Interesse an gesunden Mitarbeitern und tun hierfür auch viel. Im Wettbewerb um Arbeitskräfte, die bis ins Alter leistungsfähig bleiben sollen, spielen die Gestaltung der Arbeitsplätze und Gesundheitsmaßnahmen für Arbeitnehmer eine wichtige Rolle. Hierbei brauchen Unternehmen auch die professionelle Unterstützung von den "Rehabilitations- und Präventionsträgern". Oft ist es für den Arbeitgeber jedoch schwierig, unter den vielen Ansprechpartnern den nach der Gesetzeslage gerade richtigen zu finden. Arbeitgeber - und dies gilt insbesondere für die vielen kleineren und mittleren Unternehmen - sind keine umfassenden Sozialrechtsexperten und können und wollen dies auch gar nicht sein. Deshalb wäre mit einem einheitlichen Ansprechpartner viel gewonnen.

Was muss die BAR tun, damit das Thema Reha und Teilhabe bei den Menschen ankommt?

„Die Themen auf die Straße bringen“

Gesundheit ist an sich ein Thema mit einem hohen natürlichen Aufmerksamkeitswert. Die Unterstützungsmöglichkeiten für eine bessere Gesundheit sind enorm und breit gefächert. Aber die Strukturen der Leistungsträger und -erbringer sind auch komplex und hochgradig verrechtlicht. Vieles, was möglich wäre,  kommt deshalb nicht an. Deshalb müssen die Träger die Inhalte ihrer Arbeit der breiten Öffentlichkeit, Versicherten und Unternehmen verständlich machen: welche Möglichkeiten gibt es und was muss der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer hierfür tun? Rehabilitation - schon der Begriff ist sperrig - muss immer wieder und immer besser erklärt werden.

Wie bekommt man Beruf, Privatleben und weitere Funktionen unter einen Hut, bzw.  Was treibt Sie an?

"Ihr Antreiber“

Am zentralen Thema Gesundheit mitarbeiten zu können macht auch Freude. Gerade beim Thema Rehabilitation bringt mir die Mitarbeit in der Selbstverwaltung bei verschiedenen Trägern verschiedene Perspektiven und damit Erkenntnisse. Sicherlich ist eine gute Arbeitsorganisation eine immer wieder zu prüfende Voraussetzung, um sich vielfältig ehrenamtlich zu engagieren.