Das bio-psycho-soziale-Modell und die ICF – Nutzung im Berufsalltag

Ausgebucht
21.06.2017
Frankfurt

Beschreibung

Die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) basiert auf dem bio-psycho-sozialen-Modell der Weltgesundheitsorganisation. Mit Hilfe des Gesundheitsmodells und der Klassifikation können insbesondere die Auswirkungen von Gesundheitsproblemen eines Menschen auf seine Aktivitäten und das Eingebundensein in das gesellschaftliche Leben (Teilhabe) beschrieben werden. Dabei wird der Blick von dem vorliegenden Gesundheitsproblem mit jeweiligen resultierenden Schädigungen von Körperstrukturen und -funktionen erweitert auf individuell zugängliche Ressourcen und ist hilfreich beim Erkennen der Bedeutung von Kontextfaktoren als mögliche Förderfaktoren und Barrieren.

Die ICF stellt eine einheitliche und standardisierte internationale Systematik zur Beschreibung von Gesundheit und damit zusammenhängenden Zuständen in einer möglichst allgemein verständlichen Sprache zur Verfügung. Sie ist nicht nur konzeptionell im Bereich der Rehabilitation gemäß der Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach § 20 Abs. 2a SGB IX in stationären medizinischen Rehabilitationseinrichtungen zu nutzen, sondern beispielsweise auch als Basis einer sozialmedizinischen Begutachtung gemäß der auf Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation erstellten Gemeinsamen Empfehlung "Begutachtung".

Im Gesundheitswesen stehen die Expertinnen und Experten vor der Aufgabe, das theoretische Wissen nutzbar zu machen für die eigene Arbeit und dabei möglichst effektiv und effizient. Wie aber kann dies im Arbeitsalltag gelingen? Welche Ansatzpunkte gibt es, um die wesentlichen Grundzüge des Gesundheitsmodells wirkungsvoll beispielsweise für die Bedarfsermittlung und den Zugang zur Rehabilitation im Sinne der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden zu nutzen?

Diese praxisorientierte Fortbildung hat zum Ziel, die Grundkonstruktion des bio-psycho-sozialen Modells und der ICF kennenzulernen und sich mit der "Philosophie" vertraut zu machen. Dabei stehen die Nutzungsmöglichkeiten des Modells und der Klassifikation sowie der Transfer in den eigenen Berufsalltag im Fokus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen aus verschiedenen Arbeitsbereichen Nutzungsmöglichkeiten des bio-psycho-sozialen Modells kennen und erhalten Raum, um selbst in Kleingruppenarbeit den Transfer auf Fallebene zu üben. Eine aktive Beteiligung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars ist ausdrücklich erwünscht.

Geplante Inhalte

  • Das bio-psycho-soziale Modell
  • Klassifikation und Grundphilosophie der ICF

  • Beispiele für Nutzungsmöglichkeiten des bio-psycho-sozialen Modells und der ICF aus der Praxis für den Einsatz

    • im Bereich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
    • in der medizinischen Rehabilitation
    • aus interdisziplinärer Sicht

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Bereich der Rehabilitation und Sozialmedizin tätig sind, z. B. Mitglieder des Reha–Teams in den Rehabilitationseinrichtungen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Medizinischen Diensten und der Verwaltung der Rehabilitationsträger, freie ärztliche Gutachterinnen und Gutachter.

Termin und Veranstaltungsort

Beginn:21.06.2017, 09:00 Uhr
Ende:21.06.2017, 16:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt

Dateien zum Download

Preis

90,00 € Alle Preise mehrwertsteuerfrei gemäß § 4,22 UStG

Veranstalter

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V.

Solmsstraße 18
60486 Frankfurt am Main

Tel.: (0 69) 60 50 18 - 0
Fax: (0 69) 60 50 18 - 29
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